Rezension | Abbi Glines - Take a Chance. Begehrt

Freitag, Juli 11, 2014

Piper | 311 Seiten |  Juni 2014 | Band 1 | TB | 8,99 EUR

Als Harlow von ihrem Vater nach Rosemary Beach geschickt wird, um bei ihrer Halbschwester Nan zu wohnen, gibt es da gleich zwei Probleme: Zum einen kann Nan sie auf den Tod nicht ausstehen, weshalb Harlow versucht, möglichst keine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Zum anderen kommt eines Morgens Grant Carter aus Nans Zimmer. Harlow weiß, dass sie mit diesem verboten attraktiven Playboy nichts zu tun haben will, der sich von ihrer fiesen Halbschwester um den Finger wickeln lässt … allerdings sollte sie dann auch aufhören, ihn so anzustarren.

MEINE MEINUNG

" 'Es gibt drei Arten von Frauen auf der Welt. Die, die dich aussaugen und einfach zurücklassen. Dann die Frauen, die nur eine gute Zeit haben wollen. Und schließlich diejenigen, die das Leben verdammt lebenswert machen. Diese letzte Art von Frau ... Wenn du so eine gefunden hast und sie verlierst, dann verlierst du dich selbst.' " S. 13

Das ganze Drama dieser Geschichte beginnt damit, dass Harlow Manning nach Rosemary Beach muss, weil ihr Vater - ein Rockstar - auf Tour geht. Gleich am nächsten Morgen trifft sie auf Grant Carter und es wird schnell klar, dass er was mit der verhassten Schwester Nan hatte. Das aber auch Harlow und Grant eine gemeinsame, wenn auch kurze, Vergangenheit haben, wird in der Szene schnell deutlich. Der Grant-Harlow-Nan-Konflikt macht hier einen großen Teil der Geschichte aus. Dabei ist die Geschichte leider sehr klischeehaft aufgebaut.

Grant ist ein Frauenversteher und steht auf wilde Partynächte mit heißen Girls. Harlow dagegen ist schüchtern, ruhig und geht Ärgernissen aus dem Weg. Sie lebt eher zurückgezogen, was auch daran liegt, dass ihr Vater ein berühmter Rockstar ist und sie sich lieber aus den Medien raushält. Im Gegensatz zu ihrer Schwester Nan, die nichts lieber tut, als im Mittelpunkt zu stehen und die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Diesen Unterschied bemerkt auch Grant, denn nachdem er gelegentlich mal was mit Nan hatte, entdeckt er seine Gefühle für Harlow, die ihn zunächst verwirren. Auch wenn es sehr klischeehaft ist, war es trotzdem schön mit anzusehen, wie er diese Gefühle mit der Zeit zulässt. Harlows Bruder Mase war mir sehr sympathisch, weil er bisschen aus dem Männermuster ausgebrochen ist. Er ist bei seiner Mutter in Texas auf dem Land aufgewachsen, ist sehr bodenständig, arbeitet hart und unterstützt seine Familie wo er nur kann. Und er verhält sich wie ein großer Bruder. Er passt auf Harlow auf und will sie beschützen

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Harlow und Grant erzählt. Das mag ich besonders, weil man dann einen genauen Einblick in beide Gefühlswelten erhält. Die Sprache ist der Jugend angepasst - locker und leicht.  Zum Ende hin konnte Abbi Glines sogar  mit einer kleinen Überraschung auftrumpfen, denn Harlow hat all die Zeit ein wohl gehütetes Geheimnis mit sich herumgetragen, das immer mal wieder leicht angedeutet wird. Das Ende war also leicht dramatisch, als das Geheimnis rauskommt.

FAZIT
Ich bin etwas unschlüssig, ob mir das Buch gefällt oder nicht. Eigentlich liebe ich New Adult Geschichten, aber ich fand es sehr schade, dass Abbi Glines die Geschichte um Harlow und Grant so auffällig klischeehaft dargestellt hat. Allerdings konnten der doch sehr flüssige Schreibstil sowie die Figur des Mase ein bisschen wieder gut machen. Auch das etwas überraschende Ende konnte einen Punkt sammeln. 

3/5 Punkte

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