Rezension | Ursula Poznanski - Die Verratenen

Montag, September 29, 2014

 Loewe | 461 Seiten | Band 1 | Hardcover | 18,95 EUR

Sie ist beliebt, privilegiert und talentiert. Sie ist Teil eines Systems, das sie schützt und versorgt. Und sie hat eine glänzende Zukunft vor sich – Rias Leben könnte nicht besser sein. Doch dann wendet sich das Blatt: Mit einem Mal sieht sich Ria einer ihr feindlich gesinnten Welt gegenüber und muss ums Überleben kämpfen. Es beginnt ein Versteckspiel und eine atemlose Flucht durch eine karge, verwaiste Landschaft. Verzweifelt sucht Ria nach einer Erklärung, warum ihre Existenz plötzlich in Trümmern liegt. Doch sie kann niemandem mehr vertrauen, sie ist ganz auf sich allein gestellt.

MEINE MEINUNG

"Mein Name ist Eleria. Ich bin achtzehn Jahre alt, Vitro Klasse 1, gereiht auf die Nummer 7. Mein Schwerpunkt liegt auf Kommunikation und Rhetorik. Ich bin Opfer einer Intrige." S. 165
Mit "Die Verratenen" erschafft Ursula Poznanski eine weitere Dystopie, die irgendwann in der Zukunft spielt. Der Anfang der Geschichte war etwas langatmig und ich habe einige Zeit gebraucht um die Handlung reinzukommen. Man lernt zunächst in Rias Monologen die Welt kennen in der sie lebt und wie das System funktioniert. Sicherlich ist das wichtig, jedoch hatte ich irgendwann das Gefühl mich im Kreis zu drehen. Sobald  Ria aber von ihrem Tod erfährt und sie mit den fünf anderen Stunden flieht, wird die Sache interessant. Während des Buches gibt es nur eine Frage: Wer und warum hat man sie verraten und an welcher angeblichen Verschwörung sollen sie beteiligt sein? Man rätselt mit Ria mit, und die Autoren führt einen mit Überraschungen auf viele verschiedene Irrwege.

Ria ist ein hochintelligentes, selbstbewusstes Mädchen, dass überall beliebt ist Aureljo zusammen ist, der ebenfalls auf der Todesliste der Sphären steht. Ria war mir sehr sympathisch. Sie gehört zu den Mädchen, die sich zusammenreißen und anfangen zu kämpfen, statt die ganze Zeit über ihre Lange zu heulen. Aureljo ist charismatisch und man möchte ihm eigentlich sofort vertrauen. Beide geben zusammen ein schönes Paar ab und obwohl sie manchmal recht verschieden sind, stehen sie immer zueinander. Auch die andere vier Studenten - Fleming, Tomma, Tycho und Dantorian -  fügen sich gut in die Handlung ein. Die Figuren erschließen sich einem erst mit der Zeit und merkt, dass sie alle auf ihre Art gut in ihrer Disziplin sind.

Die Geschichte wird aus Rias Sicht erzählt. Ihre Gedanken, Gefühle und Handlungen werden schön und verständlich beschrieben. Die Sätze sind flüssig sowie kurz und klar gehalten. Die Kapitel sind ebenfalls eher kurz gestaltet, sodass man schnell durch das Buch durchkommt. Das Buch zeugt von einer düsteren und kalten Atmosphäre, die die Autorin auch genauso rüberbringt.

FAZIT
Ein schöner Auftakt für eine Trilogie, auch wenn die Autorin natürlich mit ihrer Grundidee das Rad nicht neu erfindet. Von dem etwas langgezogenen Anfang sollte man sich nicht beirren lassen und weiterlesen, denn das Buch hat eine gute Portion an Spannung zu bieten. Gerade zum Schluss hin lässt sich das Buch kaum noch weglegen. 

4/5 Punkte 

REIHENINFORMATION
Eleria-Trilogie
Band 1: Die Verratenen | Band 2: Die Verschworenen | Band 3: Die Vernichteten

You Might Also Like

0 Kommentare

Ich freue mich über jeden Kommentar, jede Frage und jede Meinung. Schön, dass du hier vorbeigeschaut hast :)

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.

© 2014 - 2016 Elas Leselounge