Rezension | Katrin Koppold - Hoffnung auf Kirschblüten

Freitag, Januar 29, 2016

Mia fährt nach Paris. Im Gepäck: ein gebrochenes Herz und ein Bolzenschneider. Sie möchte das Liebesschloss durchtrennen, das sie ein paar Wochen zuvor mit Rik an einer der vielen Brücken befestigt hat - aber an welcher? Als Mia dem geheimnisvollen Noah mit den traurigen Augen begegnet, der sie zu den schönsten Plätzen der Stadt führt, wird ihre Suche recht bald zur Nebensache. Doch noch hat sie mit der Vergangenheit nicht abgeschlossen.

MEINE MEINUNG

" 'Glaubst du eigentlich noch an die Liebe, Mia?' Sie richtete ihren Blick auf mich. Verblüfft sah ich sie an. 'Ja natürlich. Das tue ich.' Und diese Antwort überraschte mich selbst." S. 114

In "Hoffnung auf Kirschblüten" bekommt nun die vierte der Baum-Schwestern - Mia - ihre eigene Geschichte. Mia ist man schon immer wieder in den vorherigen Bänden begegnet und sie wirkte immer so wunderbar zynisch und eigensinnig, weswegen ich sie immer mochte. Jetzt zerfließt sie anfangs fast in Selbstmitleid, wirkt manchmal sogar sprunghaft und kindisch, was den positiven Eindruck der starken Frau etwas neutralisiert hat. Mia dachte, mit Rik endlich den richtigen Mann gefunden zu haben, doch durch die jetztige Trennung verliert Mia ihre Leichtigkeit und gerät immer mehr in eine depressive Phase. Den Grund für die Trennung bekommt der Leser dabei nach und nach in kleinen Schritten präsentiert. Mit dem Trip nach Paris und dem Entfernen des Liebesschlosses will Mia sich endlich von Rik befreien. Auf der Reise lernt sie Noah kennen, einen Mann, der unnahbar und geheimnisvoll wirkt und Rik Stück für Stück in Vergessenheit geraten lässt. 

Mit dem letzten Band der "Sternschnuppen-Reihe" zeigte Katrin Koppold mir mal wieder, warum sie mittlerweile zu einer meiner liebsten Autorinnen gehört. Der Leser wird auf eine interessante Reise durch Paris mitgenommen, der an die faszinierendsten Orte führt. Allerdings waren es mir manchmal einige Zufälle zuviel auf dieser Reise, da Mia oder Noah sich immer genau da aufhält, wo der andere sich gerade befindet, ohne dass sie verabredet waren. Paris ist keine Kleinstadt, daher fand ich diese ständigen zufälligen Begegungen leider etwas zu übertrieben. 

Wie zu erwarten lässt Katrin Koppold ein bisschen Drama nicht aus, kann aber auch hier erneut mit überraschenden Wendungen punkten. Ein leichter Schreibstil ist perfekt mit der Handlung verbunden, wobei die emotionalen Szenen an genau den richtigen Stellen eingesetzt wurden. Aufgelockert wird die Geschichte zusätzlich durch Fees beste Freundin Nina und deren Mitbewohner Vincent, bei denen Mia während ihres Parisaufenthaltes wohnt. Obwohl die Autorin wie in den Vorgängern auch einen bestimmten ernsten Grundton anschlägt, lässt sich diese Geschichte nicht mit den anderen drei vergleichen. Jede Schwester ist anders und einzig auf ihre Art und so sind auch die Geschichten an die jeweilige Schwester angepasst. Obwohl man eigentlich weiß, wie die Geschichte von Mia enden wird, muss man dieses Buch einfach weiterlesen, bis man auch wirklich ganz sicher weiß, wie es ausgeht.

ABSCHLUSSWORT

"Ich war schon immer der Ansicht, dass es nicht die Fehler sind, die wir am Ende unseres Lebens bedauern, sondern die verpassten Chancen." S. 249 

Endlich hat die sympathische Mia mit "Hoffnung auf Kirschblüten" ihre Geschichte erhalten, die Katrin Koppold genauso wunderbar gelungen ist, wie den Vorgängern.  Es ist eine schöne Reise durch die Hauptsadt Frankreichs, auf der sowohl emotionale sowie unterwartete Dinge passieren. Damit hat Katrin Koppold erneut gezeigt, warum man in ihren Büchern so wunderbar versinken und die Zeit vergessen kann.

4/5 Punkte

Rowohlt - 330 Seiten - Band 4 - Taschenbuch - 9,99 EUR

Sternschnuppen-Reihe
Band 1: Aussicht auf Sternschnuppen | Band 2: Zeit für Eisblumen | Band 3: Sehnsucht nach Zimtsternen 
Band 4: Hoffnung auf Kirschblüten

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2 Kommentare

  1. Hey,
    hab bisher nur die ersten beiden gelesen und finde Katrins Art zu Schreiben auch echt toll. Bekomme durch deine Rezi total Lust die Reihe weiterzulesen, ich denke, ich werde Hoffnung auf Kirschblüten im Frühling lesen - klingt sehr passend für diese Zeit ;)
    lg. Tine =)

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    1. Hallo Tine,
      das spielt aber im Winter so um Weihnachten/Silvester, aber ich denke man kann es auch gut im Frühling lesen. Lesenswerts ist es auf jeden Fall. Viel Spaß damit :)

      Alles Liebe, Ela

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