Universitätsmomente #3

Freitag, Januar 22, 2016


Hallo ihr Lieben, 

hab ich letzten Monat nicht noch großspurig erzählt, ich würde mit Lernen beginnen? Vergesst das, ich revidiere diese Aussage hiermit wieder. Ich habe zwar immer ganz brav den Vorlesungs- und Übungsstoff zu Hause mit den Lehrbüchern nachgeschlagen und aufgearbeitet und auch immer ganz fleißig die Karteikarten zum Lernen geschrieben. Aber gelernt? Eher nicht. Das Problem ist nämlich folgendes: Wenn du zu Hause bist, machst du einfach nichts für die Uni. Du machst den Fernseher an und guckst deine Lieblingsserie, fährst den Laptop hoch und suchtest im Internet oder du liest einfach dein Buch, weil das eh deine liebste Beschäftigung überhaupt ist. Plötzlich erscheint dir sogar der Hausputz interessanter, als dich mit irgendwelchen Formeln, Gesetzen und Zusammenhängen auseinanderzusetzen. Aber lernen? Nein, das machst du zu Hause definitiv nicht ... Also, ich zumindest nicht. 

Jetzt ist aber so, dass ich noch ca. 2,5 Wochen Zeit habe, ehe die Klausurenphase beginnt. Vom 08.02.- 26.02. schreibe ich also meine 5 Prüfungen des 1. Semesters. Insofern ist jetzt höchste Eisenbahn angesagt. Deswegen ist die Uni-Bibliothek seit Anfang des Jahres zu meinem zweiten zu Hause geworden. Dort werden jetzt zusammen mit ein paar Kommilitonen die Nachmittage verbracht, Karteikarten geschrieben, zusammen Übungsaufgaben bearbeitet oder einfach nur gegenseitig irgendwas erklärt bei offenen Fragen. Zusammen weiß man ja angeblich mehr. Und ja, es so langweilig und nervenaufreibend wie es klingt. Aber hey - von nichts kommt nichts. Und da ich ja allgemein eher Panik bei Prüfungen schiebe, wird jetzt einfach zugesehen, dass ich den Stoff in den nächsten 3 - 5 Wochen ins Gehirn bekomme. Dafür hab ich dann aber den kompletten März frei und darf hibbelig auf die Prüfungsergebnisse warten, in der Hoffnung alles bestanden zu haben. 

Im letzten Beitrag hatte ich auch erzählt, dass Mathe immer mein Hassfach war. Ja, das ist es immer noch. Aber bis auf ein paar Probleme bei der Differenzierung (oder Differentialrechnung? Oder ist das dasselbe?) komme ich erstaunlicherweise gut hinterher und habe gar nicht mal so Angst vor der Prüfung. Den Horror habe ich momentan tatsächlich eher vor Steuerlehre. Ehrlich - und ich hoffe das nimmt mir jetzt keiner Übel und/oder persönlich - wie kann man im Steuerbereich arbeiten? Entweder ich bin zu dumm dafür, der Professor bringt es nicht gut rüber oder es ist wirklich so kompliziert und unübersichtlich, wie es mir vorkommt. Oder alle drei Möglichkeiten. Wie dem auch sei, ich hoffe ich muss diese Prüfung nächstes Jahr nicht wiederholen. Beim Rest bin ich (noch) einigermaßen optimistisch, da es größtenteils nur auswendig lernen ist.

Alles Liebe, Ela

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6 Kommentare

  1. hey :)
    Also falls es dich beruhigt, ich (und viele, die ich kenne) haben zwar auch fleißig zusammengefasst (ohne geht einfach nicht, dafür ist es doch viel), aber gelernt habe ich maximal 2 Wochen vor der Prüfung... und es wurde auch immer später, je weiter das Studium fortgeschritten war. Für die letzte Prüfung hab ich gerade mal 5 Tage vorher angefangen, aber das war wirklich hart und das empfehle ich auch keinem.

    Und ich kenne das Problem auch, dass man einfach so wunderbare Aufschiebetaktiken besitzt, dass man nichts macht. Das hab ich erst abgelegt, seit ich seit einem Monat fürs Examen lerne, da ich einfach die Menge an Stoff sehe und weiß, dass ich jetzt schon unter Zeitdruck bin. Und wenn man es sich erst mal angewohnt hat, schafft man es auch 4 - 6 Stunden am Tag zu lernen ohne ständig andere Sachen zu machen.

    Liebe Grüße
    Lena

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    1. Hallo Lena,
      mittlerweile denke ich, dass so 2 Wochen vor der Prüfung auch reicht zum Lernen. Wenn ich zwei Monate anfange, vergesse ich wahrscheinlich eh wieder alles. Von daher wird jetzt Vollgas gegeben ;)

      Beim Examen ist es wahrscheinlich nochmal was anderes, da kann ich es verstehen, wenn man rechtzeitig anfängt. Aber wenn ich mich nach der Uni noch für 4 Stunden in die Biblio setze funktioniert das auch ziemlich gut muss ich sagen :)

      Alles Liebe, Ela

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  2. Mir geht es auch so, dass ich zu Hause keine große Motivation mehr habe, etwas für die Uni zu machen. Am Wochenende geht es noch, aber wenn ich erst am späten Nachmittag nach Hause komme, habe ich einfach keine Lust mehr, noch mal meine Sachen rauszuholen.
    Mitschreiben und zusammenfassen mache ich auch fleißig, aber gelernt habe ich noch überhaupt nicht. Dieses Semester habe ich zum Glück auch noch keine Klausuren, sonst wäre ich jetzt sicher schon spät dran, aber in den nächsten Wochen stehen ein paar Zwischentests an, die zwar teilweise nicht bestanden werden müssen, aber allzu schlecht möchte man ja trotzdem nicht abschneiden.
    Ich wünsche dir auf jeden Fall jetzt schon viel Erfolg für deine Prüfungen und noch viel Motivation fürs Lernen ;)

    Liebe Grüße!
    Jacqueline

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    1. Hallo Jacqueline,
      das kenne ich, nachmittags mache ich auch nicht mehr sonderlich viel. Ich habe die Hoffnung, dass ich noch nicht zu spät dran bin, aber noch geht es vom Stoff her, daher bin ich zuversichtlich. :)

      Dir auch viel Glück für deine Zwischentests, auch wenn du sie nicht unbedingt bestehen musst. Ist trotzdem eine gute Kontrolle um zu sehen, wo man steht :)

      Alles Liebe, Ela

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  3. Hallo Ela,

    sehr interessant zu lesen... und dann bin ich auch irgendwie immer froh, dass mein Studium erfolgreich hinter mir liegt und ich nicht mehr für Prüfungen lernen muss. :D Klar lerne ich auch noch oder bearbeite bestimmte Themen, aber das ist dann direkt im Beruf relevant und deswegen irgendwie entspannter.

    Steuerlehre hatte ich auch und ich mochte es - ich fand das sehr spannend, obwohl es durch gefühlten 20.000.000 Gesetzen echt komplex ist. Dafür war mir Bilanzierung, Buchhaltung und Controlling ein Schreck... diesen Fächern konnte ich nichts abgewinnen.

    Mal eine Frage: Wenn du eh brav den Stoff aufgearbeitet hast und auch Karteikarten geschrieben, ist dadurch nicht auch schon viel hängen geblieben, dass du gar nicht mehr so viel lernen musst?


    Liebe Grüße und ich drücke die Daumen für die Prüfungen!
    Anna

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    1. Hallo Anna,
      ich glaube, ich bin auch froh, wenn alles hinter mir liegt. Auch wenn es bis dahin noch drei Jahre sind.
      Steuerlehre ist furchtbar, könnte aber auch daran liegen, dass ich das Gefühl habe, wir haben das nur oberflächlich behandelt. Oder es liegt mir einfach nicht. Controlling ist bei uns ein Wahlfach weswegen ich damit nicht groß was zu tun habe werde, da ich nicht vorhabe es zu wählen. Und Buchführung hmm.. hatte ich schon in meiner Ausbildung daher kann ich die Grundlagen, wobei es jetzt hier noch um einiges komplexer ist. Bilanzierung habe ich erst im 3. Semester aber davon graut es mir auch schon. Mal sehen...

      Man sollte meinen ich es wäre was hängengeblieben, aber irgendwie hab ich das Gefühl es ist nicht der Fall. Allerdings kann ich mir die Dinge relativ schnell merken und da ich mich momentan - zumindest was Steuerlehre und Wirtschaftsrecht betrifft - nur noch im Wiederholungsmodus befinde, geht es eigentlich. Wahrscheinlich hat es doch etwas geholfen, das alles schon irgendwann mal aufgeschrieben zu haben.

      Vielen Dank fürs Daumen drücken, ich kann es gebrauchen :)

      Alles Liebe, Ela

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